MOQUECA / Audiowalk und Performance der Sinne von Po:era

Lucas Lacerda / Daniel Weyand /

Wie Nahrung, die uns verführt, verleiben wir uns immerzu dieselben Geschichten über die Wahrheit ein.

MOQUECA ist sowohl Audiowalk als auch Einladung in die Welt des Genusses und der Sinne und zugleich Erzählung biografischer und kollektiver Lebenswege. Ausgestattet mit Funkkopfhörern folgt das Publikum einer interaktiven Route durch Berlin-Mitte bis zum Ackerstadtpalast, wo der Performer Lucas Lacerda das brasilianische Gericht Moqueca anbietet. Inspiriert von der Anthropophagie-Bewegung aus Brasilien, erkundet das brasilianisch-deutsche Künstler-Duo Po:era das Bild des Einverleibens von Kulturen, Glaubenssätzen und Ideen – dominiert vom Storytelling von Christentum, Kapitalismus und modernem Fortschritt. Aus individueller Perspektive reflektiert die Performance Momente, in denen wir uns ins Unbekannte vorwagen sowie die Funktionsweise unserer heterotrophen Körper, die unser Leben nur aufrechterhalten können, in dem wir uns vergangenes Leben einverleiben.

Von und mit Lucas Lacerda, Daniel Weyand

Po:era, gegründet von Lucas Lacerda 2019 in Berlin als künstlerische Kollaboration.

Lucas Lacerda hat darstellende Kunst an der Universidade Federal da Bahia studiert. Seit 2004 hat er in mehr als zwanzig Theaterproduktionen in Rio de Janeiro und Salvador mitgewirkt, u.a. mit Cia OmondÉ, Ateliê Voador and Coletivo Ponto Zero. An der Schnittstelle von Theater, audiovisueller und Performance-Kunst erkunden Schauspieler und Regisseur Lucas Lacerda (Brasilien) und Filmemacher und Anthropologe Daniel Weyand (Deutschland) mit Po:era interdisziplinäre und transformative Praktiken zur Dekolonisierung des Unterbewussten. In ihrer Arbeit wollen sie Räume zum sinnlichen Erleben der Welt schaffen. Ihr jüngstes Projekt Herzberge, feiert im August 2021 Premiere – in Kooperation mit Museum Kesselhaus in Berlin-Lichtenberg.