Walk on AiR-Festival - Tag 2
Beim ersten Walk on AiR Festival öffnen die Artists-in-Residence ihre Probebühnen, Ideenlabore und Bühnenutopien. Performances, Videoinstallationen, Skizzen und Ausblicke auf das zu erfahren, was 2026 am Acker Stadt Palast weiter wächst. Walk on AiR bedeutet für uns ein offener Raum für Fragen und Experimente, die jede künstlerische Praxis prägen. Letztendlich geht es um die Kunst, Kunst in schweren Zeiten zu schaffen.
PROGRAMM DES TAGES:
19:00 Anete Colacioppo // Gewalt // Video Installation
"Gewalt"
ist eine Tanztheaterinstallation, die auf Slavoj Žižeks Konzept der
objektiven Gewalt basiert und von Arbeiten von Nadia Kaabi-Linke und
Philipp Lachenmann inspiriert wurde. Die Künstler:innen Anete
Colacioppo, Geraldo Si, René Knightbusch, Marcelo Schmittner und
Michael Moser fordern die Wahrnehmung des Publikums heraus und machen
diese unsichtbare Form der Gewalt erfahrbar.
In
dieser Version wird die Performance zu einer Video-Installation
transformiert, in der sich die Zuschauer:innen im Zentrum des
Geschehens befinden.
20:00 Matthias Erian // Work-in-Progress // Audio-Visual-Performance
20:15 Bodies.Digital // Work-in-Progress // audio-visual Performance
Bodies.Digital,
Howool Baek und Matthias Erian präsentieren eine
Work-in-Progress-Show mit dem Live-Visual-Coding-Tool Hydra. Im Fokus
dieser Show stehen Werdenszustände und digitale Körperlichkeit, die
durch Klanginteraktion sichtbar werden.
20:45 Katia Guedes // Schleppnetz/Arrastão // Performance
„Wenn
der Mensch einen Berg erklettern möchte, kann er nicht seinen
Kühlschrank, sein
Fahrrad und sein Haus mitnehmen“. Ailton Krenak, ein
brasilianischer Philosoph und Schriftsteller, redet über alle
Materialien, die wir in unserem Leben sammeln und mitschleppen. Durch
dieses Stück wird eine Reflektion angeboten, was wir alles mit uns
schleppen und denken.
21:00 Biliana Voutchkova (mit Jessika Kenney) // Dreams with a wide angle // Performance
Ein Forschungsprojekt, das im Rahmen der Residency im Ackerstadt Palast entstanden ist. Die Künstlerin durchforstet eine seit 2020 gesammelte Sammlung aufgezeichneter Träume, teilt diese mit den Gästen und setzt sich gemeinsam in verschiedenen Praktiken auseinander. Diese Praktiken basieren auf intuitiven Reaktionen und umfassen Bewegung, automatisches Schreiben sowie musikalische Sessions mit Instrumenten oder Stimme – Material für ein zukünftiges, multidisziplinäres Werk, das die Form einer Performance, Installation oder eines Langzeitprojekts annehmen kann. An diesem Abend werden einige Gedanken und kurze performative Interventionen dieses Prozesses mit dem Publikum geteilt.