Maçãs envelhecidas

Anete Colacioppo / Vinicius Giusti / Carla Bessa /
  • Sa. / 3.10 / 20:00
  • So. / 4.10 / 20:00
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    Sa. / 3.10 / 20:00

    So. / 4.10 / 20:00

    Eine Frau, ein Apfel und vierzig Jahre Schweigen, die an die Oberfl äche drängen.

    Maçãs envelhecidas (AT) entfaltet einen performativen Raum, in dem Erinnerungen nicht erzählt, sondern hörbar, sichtbar und körperlich erfahrbar werden. Ausgangspunkt sind Kurzgeschichten aus Urubus der brasilianischen Autorin Carla Bessa und die Figur Aparecida, deren Leben sich in den unscheinbaren Dingen des Alltags eingeschrieben hat.

    Ein Apfel wird zum Speicher von Wut, Sehnsucht und vierzig Jahren unausgesprochener Erinnerung. Zwischen Stimme, Klang, Video und Bewegung entsteht eine Landschaft, in der Verdrängtes langsam an die Oberfl äche drängt. Field Recordings aus Brasilien und die Klänge gealterter Äpfel verweben sich mit einer physischen Performance zu einer poetischen Untersuchung darüber, wie Gefühle in Dingen weiterleben – und wann sie beginnen auszubrechen.

    Cast & Credits

    Konzept: Anete Colacioppo & Vinicius Giusti
    Text: Carla Bessa
    Performance: Anete Colacioppo
    Sound: Vinicius Giusti
    Ko-Produktion: Acker Stadt Palast

    Anete Colacioppo ist Schauspielerin und interdisziplinäre Künstlerin, die im Spannungsfeld von Körper, Sprache und Gesellschaft arbeitet. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Theater, Tanz und Installation und untersucht, wie gesellschaftliche Strukturen durch künstlerische Prozesse sichtbar und erfahrbar werden können. In jüngerer Zeit konzentriert sie sich auf kollaborative Praktiken, nicht-hierarchische Organisationsformen und performative Auseinandersetzungen mit Themen wie Gewalt, Zugehörigkeit und Wahrnehmung.

    Der Komponist Vinicius Giusti widmet sich in enger Kooperation mit Interpreten der Schaffung von Klangkunstwerken, die auf eine langfristige Zusammenarbeit ausgelegt sind. Seine jüngsten Kompositionen sind spezifi sch auf bestimmte Gruppen und Musiker zugeschnittene Stücke, die Video- und Live-Elektronik für die 8-Kanal-Klangverbreitungssysteme verwenden. Giusti fokussiert sich in seiner aktuellen Forschungsarbeit auf die Erforschung von Konzepten wie Zufälligkeit, Improvisation und Alltagselementen bei der Entwicklung musikalischer Auff ührungen. Dabei verbindet er diese konzeptuellen Praktiken mit Live-Elektronik.